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VW- Skandal

Wir bieten allen betroffenen Käufern eines Fahrzeuges aus dem Volkswagenkonzern (VW, Audi, Seat, Skoda) einen unentgeltlichen Beratungstermin an.

Wir haben bis jetzt rund 70 zivilrechtliche Klagen hauptsächlich gegen Händler eingebracht. In den Verfahren, die wir erledigen konnten, waren unsere Klienten zu 90 % mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Seit 25.09.2017 liegt uns nunmehr das erste gerichtliche Sachverständigengutachten im deutschsprachigen Raum vor, aus dem sich ergibt, dass die Dieselfahrzeuge tatsächlich seit ca. einem halben Jahr kontinuierlich an Wert verlieren, bis jetzt 15 %. Bei Verhängung der ersten Dieselfahrverbote in Deutschland ist eine Verdoppelung dieses Preisverfalls möglich.

Aber Achtung: wenn Sie Fristen übersehen, ist die Klagsmöglichkeit dahin.

Welche Fristen sind zu beachten?

1. Die Irrtumsanfechtungsfrist beträgt 3 Jahre und beginnt mit Unterfertigung des Kaufvertrages durch den Zweitunterfertigenden.

2. Die Gewährleistungsfrist beträgt 2 Jahre ab Übergabe des Fahrzeuges

Die meisten Fahrzeughändler haben einen Verjährungsverzicht bis Ende 2017 abgegeben, diese läuft am 31.12.2017 aus. Ab diesem Zeitpunkt gibt keine Klagsmöglichkeiten mehr gegen den Händler.

Warum sollte ein Händler geklagt werden? (Man kann die Volkswagen AG selbst ohnehin noch länger klagen)

Einerseits sind die Chancen gegen den Händler (der ohnehin nicht selbst geschädigt wird, da er sich seine Aufwendungen beim VW Konzern zurückholt) deshalb besser, da mehr rechtliche Möglichkeiten bestehen.

Andererseits sind Rechtsschutzversicherungen dazu übergegangen, Klagen gegen die Volkswagen AG nicht zu decken, sie verweisen darauf, dass man sich ohnehin dem Strafverfahren gegen die Volkswagen AG in Österreich anschließen könnte und dies die Verjährung unterbricht. Ich halte dieses Warten zwar für unrichtig, es ist aber offen, ob die Rechtsschutzversicherungen damit durchdringen. Jedenfalls muss der Käufer vorerst einmal warten, die Wartezeit könnte in Anbetracht der Dauer von Strafverfahren in Österreich bis zu zehn Jahren sein. Was ist mit den in der Zwischenzeit gefahrenen Kilometern? Was ist, wenn das Fahrzeug verkauft wird, was ist mit Software-Update verursachten Reparaturen?

Chancen gegen den Volkswagenkonzern bestehen natürlich auch, Schadenersatzklagen sind jedoch schwieriger zu führen. Durch die von Volkswagen angebotenen Gespräche und Verbesserungsversuche werden diese Verjährungsfristen nicht gehemmt. Gestoppt können diese nur durch eine Klage werden.

Viele Käufer scheuen die Irrtumsanfechtung und Gewährleistung, da sie dann das Fahrzeug zurückgeben müssten. Einerseits muss dies nicht jeden Fall so sein (Preisminderung), andererseits dürfte der Zug ohnehin Richtung Fahrzeugrückgabe laufen.

Keiner weiß, welche Auswirkungen das Update hat. Gerade beim 1,6 Liter Motor liegen mir Sachverständigengutachten vor, aus denen sich ergibt, dass es große Probleme gibt (Abgasrückführventil, Partikelfilter verkleben, etc.). Auch Besitzer von Autos mit 2 Liter Motoren klagen über diese Probleme. Laut Sachverständigen ist es weiters so, dass sie ohnehin damit rechnen, dass Probleme erst nach 100.000 km auftreten. Außerdem weiß keiner genau, welche Leistung und welchen Treibstoffverbrauch diese nach der Umrüstung bzw. Softwareumstellung haben. Wenn Sie Ihr Auto in die VW-Werkstätte stellen, wissen Sie nicht, wie Sie es von dort zurückerhalten. Können Sie dann die Leistung messen? Oder das Beschleunigungsverhalten? Auch die kalifornische Umweltbehörde dürfte dies erkannt haben und geht auch in Amerika die Tendenz Richtung Zwangsrücknahme.

Aus diesem Grunde wurden von uns Strafanzeigen für Fahrzeugbesitzer bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft Wien sowie bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig eingebracht.

Wenn jemand keine Rechtsschutzversicherung hat, kann er sich kostengünstig dem Strafverfahren anschließen.

Weiters hat sich herausgestellt, dass nach dem Software Update bei VW ein sogenanntes Thermofenster programmiert wurde, wonach die Abgasrückführung voll und ganz nur zwischen 15 und 30 Grad Außentemperatur besteht. Das heißt, in Österreich ca. 3-4 Monate im Jahr. Hierzu verweise ich auf den Zeitungsartikel vom 01.09.2017. Autobild

Das entsprechende Gutachten wurde in einem Verfahren unserer Kanzlei vor dem Landesgericht Krems eingeholt.

Ein weiteres extrem aufwendiges Gutachten erwarten wir im nächsten Monat. Es wurde auf dem Rollprüfstand gemessen, ob die VW Fahrzeuge unter Ausschaltung der Manipulationssoftware die gesetzlichen Abgasvorschriften einhalten. Dies deshalb, da ja VW immer angibt, dass die Manipulationssoftware für den amerikanischen Markt programmiert wurde und dass die Abgasvorschriften ohne die Manipulationssoftware eingehalten worden wären. Das Ergebnis dieser drei Wochen dauernden Begutachtung werden wir im November / Dezember 2017 erhalten.

Presseberichte im Zusammenhang mit Dieselgate und unserer Kanzlei können Sie weiters unter dem Punkt "Kommunikation - Presse - VW Skandal" auf unserer Homepage finden. 

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