Logo Poduschka Anwaltskanzlei

Aktuelles in der Causa AvW

Nach dem Abschluss des Strafverfahrens infolge des raschen Geständnisses durch Wolfgang Auer von Welsbach und dem mehr oder minder "symbolischen" Anerkenntnisbetrags von EUR 500,00 pro Geschädigtem haben wir unsere Vertretungshandlungen auf andere Haftungsadressaten orientiert:


1. Anspruch gegenüber der Anlegerentschädigung:

Es besteht für AvW-Geschädigte nach der Insolvenz der Unternehmen die Möglichkeit, von der Anlegerentschädigung von Wertpapierfirmen GmbH eine Entschädigung zu erhalten. Wichtig ist, dass eine rechtzeitige Anmeldung bei der Anlegerentschädigung bis längstens 03. Mai 2011 erfolgte, was wir für unsere Mandanten erledigt haben. Derzeit laufen Musterverfahren, welche noch nicht abgeschlossen sind, da die AeW die Ansprüche der Anleger bestreitet.


2. Forderungsanmeldung in den Konkursen:

Nach der Entscheidung des OGH, dass die Konkursverfahren der AVW Gruppe AG und AVW Invest AG getrennt abzuhandeln sind, wurde die Frist für die Anmeldung von Forderungen in den Konkursen neuerlich erstreckt. Wir haben jedoch bereits im Jahr 2011 alle Forderungsanmeldungen in beiden Konkursverfahren vorgenommen, sodass die Ansprüche zur Sicherung einer Konkursquote für unsere Mandanten jedenfalls gewahrt ist. In Musterverfahren wird derzeit geklärt, welche Stellung die Anleger – ob Eigen- oder Fremdkapitalgeber und damit Gläubiger, die eine Konkursquote erhalten -  haben. Solange – jedenfalls bis 31.10.2013 – müssen die bestrittenen Forderungen nicht von den Anlegern angefochten werden.


3. Vorgehen gegen die Raiffeisenbezirksbank Klagenfurt:

Für Anleger, die ihr Depot bei der RBB Klagenfurt hatten bzw. haben, besteht die Möglichkeit Ansprüche wegen Verletzung der Aufklärungspflichten gegen die RBB Klagenfurt geltend zu machen. Die Vorwürfe gründen in den massiven Interessenkonflikten, welche die RBB Klagenfurt aufgrund besonderer Abwicklungsrichtlinien und ihrer Eigenschaft als Hausbank der AvW Gruppe ausgesetzt war und über die sie die Anleger nicht informiert hat. Ebensowenig informiert hat sie über die fehlende Bankkonzession der AvW. Ein Musterverfahren betreffend diese Fragen ist derzeit im zweiten Rechtsgang infolge einer aufhebenden Entscheidung des OGH beim Landesgericht Klagenfurt anhängig. Für unsere Anleger haben wir Verjährungsverzichte erwirkt, sodass die Musterverfahren in Ruhe abgewartet werden können.


4. Vorgehen gegen die Republik Österreich:

Die Haftung der Republik ergibt sich aus der unterlassenen Aufsicht durch die Bundeswertpapieraufsichtsbehörde (nunmehr Finanzmarktaufsicht), die trotz Kenntnis der eklatanten Missstände bei AvW (keine Konzession der AvW etc.) sowie der "unüblichen und willkürlichen" Kursentwicklungen nichts dagegen unternommen bzw keine einstweiligen Vorkehrungen getroffen hat.  Auch hier haben wir entsprechende Verjährungsverzichte für unsere Mandanten eingeholt.


5. Vorgehen gegen Abschlussprüferin:

Als weitere potentielle Haftungsadressatin hat sich die Abschlussprüfungsgesellschaft der AVW herauskristallisiert. Diese wurden – soweit vom Mandanten gewünscht – gerichtlich in Anspruch genommen, da keine Verjährungsverzichte abgegeben wurden. Auch hier ist die Frage der Verjährung der Ansprüche zu klären. Zusätzlich wurde ein Buchsachverständiger in einem Sammelverfahren, an dem wir ebenso beteiligt sind, bestellt. Seit Frühjahr 2013 liegt nunmehr das Gutachten des Buchsachverständigen vor, laut diesem Gutachten wurden mehrere Testate rechtswidrig erteilt, wobei jedoch zu erwarten ist, dass die Gegenseite sämtliche Rechtsmittelmöglichkeiten ausschöpft. Mit einer Beendigung des Verfahrens ist frühestens 2014 zu rechnen.

 

A-4020 Linz | Museumstraße 17 | T: +43 732 730093 | Email: rechtsanwalt@poduschka.at
A-1030 Wien | Landstraßer Hauptstraße 1/1/5 | T: +43 1 5130800 | Anwaltssprechstelle
A-4311 Schwertberg | Bachstraße 20c | T: +43 7262 53555 | Anwaltssprechstelle
Callback | Impressum |