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Alpine-Anleihen waren "Schrott-Papiere"

Artikel Kurier.at vom 03. September 2016

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Alpine Bau-Anleihen: Prozessfinanzierer unterstützt Anleger bei Klagen gegen Banken

Artikel Wirtschaftsblatt vom 26. April 2015

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Anleger vor Gericht erfolgreich

Artikel Wirtschaftsblatt vom 06. Mai 2015

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Bürgeranwalt Alpine Anleihen Poduschka 13.09.2014

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Erste Erfolge in Sachen Alpine

Sehr geehrte Damen und Herren!

 

Herzlichen Dank, habe unterzeichnet und heute gleich eingeschrieben an die Bank geschickt.

Ich gratuliere zu dem großen Erfolg!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Kunde aus Wien

Neuigkeiten in der Causa "Alpine"

1.

Strafverfahren

Zu 19 St 43/13y läuft bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft Wien ein Strafverfahren. Dieses wurde aufgrund mehrerer Anzeigen eingeleitet, betrifft jedoch heute noch vor allem noch das Jahr 2013. Ich bin jedoch überzeugt, dass sich die Staatsanwaltschaft nach Einholung von Gutachten auch für die „früheren Jahre“, das heißt, für die Jahre 2009, 2010, 2011 und 2012 interessieren wird. Erst dann wird es aus unserer Sicht für die Käufer interessant, die nach 2009 (das heißt alle) gekauft haben. Wir werden zum gegebenen Zeitpunkt Privatbeteiligtenanschlüsse einbringen bzw. mit den nicht rechtsschutzversicherten Mandanten vorab die Einbringung eines solchen abklären.

Das Strafverfahren ist natürlich die Grundlage für die Geltendmachung der Ansprüche gegen Aufsichtsrat und Geschäftsführung, möglicherweise auch für die Geltendmachung von Ansprüchen gegen die Wirtschaftsprüfer und involvierten Banken.

Wir haben rechtzeitig für alle, die uns einen entsprechenden Auftrag erteilt haben, Privatbeteiligtenanschlüsse im Strafverfahren eingebracht, damit die Ansprüche der Geschädigten gegen diejenigen, gegen die das Strafverfahren läuft, nicht verjähren können. Zur Zeit läuft das Strafverfahren gegen das ehemalige Management der Alpine, die Wirtschaftsprüfer sowie weiters gegen die Konzernmutter FCC.

2.
Wirtschaftsprüfer

Die Abschlussprüfer der Alpine haben für die Jahre 2009, 2010 und 2011 (aus unserer Sicht) unbeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt, den letzten am 26.03.2012. Wir wagen zu bezweifeln, dass diese den geltenden Rechtsvorschriften entsprochen haben. Ein Vorgehen gegen die Wirtschaftsprüfer wird überlegt, ein solches ist jedoch kostenaufwändig (Sachverständigengutachten) und sind die Deckungssummen pro falschem Testat höchstwahrscheinlich begrenzt. Durch die Privatbeteiligtenanschlüsse im Strafverfahren wurde die Verjährung gegen die Prüfungsgesellschaft (Deloitte) und die einzelnen Prüfer vorerst unterbrochen, für eine Extra-Einklagung besteht kein Grund.

3.

Vorgehen gegen die Banken

Die „Big 5“ der österreichischen Bankenlandschaft (Raiffeisengruppe, Sparkassenverband, UniCredit Bank Austria, BAWAG und Volksbanken) waren im Zusammenhang mit Alpine in wechselnder Zusammensetzung oft in einer Dreifachrolle tätig:

  • sie haben die Alpine finanziert
  • sie haben die Emissionen der Alpine-Anleihe als Emissionsbank oder Konsortialbank begleitet
  • sie haben im Endeffekt das Wertpapier an die Kunden verkauft

Wie Sie vielleicht den Medien entnehmen konnten, wurden uns verschiedenste Informationen zugetragen, aufgrund derer wir schließen, dass den Banken schon relativ bald bekannt war, dass es sich bei der „Alpine-Anleihe“ um ein hochriskantes Papier handelte. Die Republik Österreich geht offenbar noch einen Schritt weiter und hat in der Zwischenzeit die oben genannte „österreichische Bankenlandschaft“ geklagt, da sie glaubt, dass bereits im Jahre 2009 die Lage der Alpine von den Banken viel besser dargestellt wurde, als sie war. Die Republik wäre dadurch von den Banken in die Irre geführt worden.

Genau das gleiche Argument verwenden wir nunmehr in den Verfahren gegen die Banken, insbesondere, wenn verkaufende Bank, Emissionsbank und/oder die die Alpine finanzierende Bank deckungsgleich sind.

Von unserer Kanzlei wurden in der Causa Alpine rund 150 Einzelklagen eingebracht, wovon rund 10% bereits für die Anleger positiv erledigt werden konnten.

In den Einzelverfahren wird vorab die Beratungssituation abgeklärt. Es wird überprüft, ob der jeweilige Bankberater bei der Beratung des Kunden Fehler gemacht hat oder nicht, oder ob die Bank, die das Wertpapier verkauft hat, andere Informationen über die Alpine hatte, die sie nicht weitergegeben hat. In einem großen Teil der Fälle werden vom Gericht Beratungsfehler festgestellt.

Die zweite Schiene ist das Vorgehen gegen die jeweiligen Emissionsbanken bzw. emissionsbegleitenden Banken. Hierbei geht es um den Vorwurf, dass diese Banken als Mitverantwortliche für den Kapitalmarktprospekt und damit im Zusammenhang stehende Werbeunterlagen nicht alles „gesagt“ haben, was sie über das Papier bzw. die Alpine-Anleihe wussten oder wissen hätten müssen. So konnten wir in einzelnen Fällen bereits nachweisen, dass Banken die Alpine-Anleihe fleißig und offensiv verkauften, während sie diese gleichzeitig intern mit einem Belehnwert von NULL (also als Sicherheit absolut wertlos) bewerteten. Um zu überprüfen, ob die Alpine bereits 2010 so schlecht da stand, dass man für diese überhaupt keine Anleihe hätte begeben dürfen (das heißt, dass die Alpine formell und materiell insolvent war), wird nunmehr ein Sachverständigengutachten in einem Sammelverfahren eingeholt. Die Sachverständige Mag. Manuela Ponesch-Urbanek hat bereits mit Ihrer Arbeit im Dezember 2015 begonnen, sie hat den Arbeitsaufwand für ihr Gutachten mit eineinhalb Jahren eingeschätzt.

 

Emissionsbegleitende Banken (jeweils in alphabetischer Reihenfolge)

Anleihe 2010-2015

  • BAWAG PSK AG
  • Erste Group Bank AG
  • Raiffeisenzentralbank Österreich AG
  • RLB Oberösterreich AG 
  • Uni Credit Bank Austria AG

Anleihe 2011-2016

  • Baader Bank AG
  • BAWAG PSK AG
  • Erste Group Bank AG
  • Österreichische Volksbanken AG
  • Raiffeisenbank International AG
  • RLB Oberösterreich AG 
  • Uni Credit Bank Austria AG

Anleihe 2012-2017

  • Baader Bank AG
  • BAWAG PSK AG
  • Erste Group Bank AG
  • Raiffeisenbank International AG
  • RLB Oberösterreich AG

 

Die Bankschulden der Alpine Bau GmbH wurden im Herbst 2012 mit 660 Millionen Euro beziffert. Diesen Betrag teilten sich damals - jedenfalls im Herbst -

  • die Erste Bank (100 Millionen Euro)
  • Raiffeisenlandesbank OÖ (82 Millionen Euro)
  • UniCredit Bank Austria (78 Millionen Euro)
  • russische VTB (69 Millionen Euro)
  • Hypo Alpe Adria (59 Millionen Euro)
  • BAWAG (39 Millionen Euro)
  • ÖVAG (30 Millionen Euro)
  • und Andere in kleinerem Ausmaß

Ob es dabei seither zu Änderungen kam, ist nicht bekannt, im Herbst wurde mehrfach über neue Kredite verhandelt.

"Die Presse 31.01.2013"

 

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