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Neuigkeiten in der Causa A-Tec, Zwischenbericht Jänner 2016

1.    

Strafverfahren:

Sofern wir von Ihnen den Auftrag erhalten haben bzw. dies von Ihrer Rechtschutzversicherung gedeckt wurde, haben wir in Ihrem Verfahren den Anschluss als Privatbeteiligte bzw. Privatbeteiligter im Strafverfahren vorgenommen. Mit einem ordentlich bezifferten und im Detail begründeten Privatbeteiligtenanschluss ist es nach dem Gesetz möglich, die Verjährung der Ansprüche zu verhindern, weshalb wir – sofern wir Ihrerseits rechtzeitig die Unterlagen erhalten haben - den Privatbeteiligtenanschluss fristgerecht bei der Staatsanwaltschaft Wien eingebracht haben.

 

Das Strafverfahren wird gegen 12 Beschuldigte geführt. Der Hauptbeschuldigte ist Dkfm. Dr. Mirko Kovats. Wir haben in den gesamten Akt bereits Akteneinsicht genommen und wurden die rund 50.000 Seiten des Aktes von uns auch gesichtet.

 

Im Interesse der Anleger ist es insbesondere durch unsere Sachverhaltsdarstellung im September 2013 gelungen, dass das Ermittlungsverfahren auf die A-Tec Industries AG als juristische Person selbst sowie weitere Gesellschaften und Stiftungen im Naheverhältnis zu Dkfm. Dr. Mirko Kovats ausgedehnt wurde. Auch gelang es uns mit unserer Sachverhaltsdarstellung, dass inhaltlich die Ermittlungen auf den Tatbestand des Anlegerbetruges ausgedehnt wurden. Jene Schritte waren äußerst wichtig für die Anleger, zumal damit gewährleistet ist, dass Ihnen auch Ansprüche gegen juristische Personen zustehen und diese aufgrund der Täuschung über bestimmte Umständen wegen Anlegerbetruges geltend gemacht werden können.

 

Der vom Staatsanwalt bestellte Sachverständige Prof. Dr. Thomas Keppert wird isgesamt vier Teilgutachten erstellen. Zwei Teilgutachten wurden bis jetzt erstellt, diese betreffen jedoch nicht den uns besonderes interessierenden Teil, ab wann es Dr. Kovats bekannt war, dass die A-TEC zahlungsunfähig war. Diese Umstände werden erst im letzten Teilgutachten untersucht werden, das uns voraussichtlich erst 2017 vorliegen wird.

 

2.    

Zivilverfahren gegen Dkfm. Dr. Mirko Kovats:

Parallel zum Strafverfahren wurde für rund 40 unserer Mandanten eine Zivilklage gegen Dkfm. Dr. Mirko Kovats eingebracht. Die Klagen stützten sich im Wesentlichen darauf, dass Dkfm. Dr. Mirko Kovats als Vorstandsvorsitzender der A-Tec Industries AG trotz besseren Wissens bestimmte Umstände, wie zB die bereits prekäre finanzielle Situation, die Finanzierung von Anleihen durch eine neue Anleihe, die Darstellung der Gewinnsituation… unrichtig in der Öffentlichkeit publizierte und damit die Anleger zum Ankauf verleitet hat. Sämtliche Zivilverfahren wuren bis zum Vorliegen des Gutachtens im Strafverfahren unterbrochen, da die zusätzliche Einholung eines Gutachtens in den Zivilverfahren enorme Kosten verursachen würde, die die Deckungssummen der Versicherungsverträge sprengen würde.

 

3.    

Weitere Ansprüche

Die weitere Geltendmachung von Ansprüchen gegen alternative Haftungsadressaten befindet sich derzeit in Prüfung und ist wesentlich von einem zu erstattenden Gutachten im Strafverfahren von Dr. Keppert abhängig. Auch diese Frage werden wri nach Vorliegen aller Gutachten im Strafverfahren überprüfen.

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